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Googlen Sie in sich hinein! Raus aus der Wutfalle

Gut gelaunt kommt Andreas P. zum nachmittäglichen Report in das Büro von Chef Dieter M., den Inhaber eines Logistikunternehmens mit 40 eigenen LKW. „Hallo Chef. Die Disposition für morgen steht. Fast alle LKW sind beschäftigt“ berichtet Andreas P. sehr zufrieden mit seinem Tagewerk, aber wohl wissend, dass das Wort „fast alle“ im Wortschatz seines Chefs nicht vorkommt. „Was heißt hier fast alle!!!“ brüllt der Chef sofort los, springt auf und läuft wutrot an. „Nicht ein LKW darf morgen auf dem Hof stehen!“ Andreas P. verlässt das Büro und schüttelt innerlich den Kopf. Dieter M. schnaubt in seinem Büro weiter vor sich hin und haut verärgert mit der Faust auf den Tisch... wie jeden Tag.

Warum ärgert er sich so und wütet wild herum? Er ist gut im Geschäft. Mindestens 95 % seiner LKW rollen, die Umsätze sind fabelhaft. Seine Mitarbeiter machen einen prima Job. Objektiv gibt es keinen Grund für die Wut.

Warum fühlt Dieter M. sich provoziert und unzufrieden und ärgert sich über Dinge, die von seinem Mitarbeiter an ihn herangetragen werden? Denkt er vielleicht, die anderen sind schuld, dass er sich ärgern muss?
Oder ist das nicht viel mehr sein eigener innerer Ärger, der die Wutfalle zuschnappen lässt?

Wenn Sie selbst häufig in eine Wut-Reaktion geraten, wollen Sie wissen, was sich dahinter versteckt, wenn Sie wütend oder ärgerlich oder ungeduldig reagieren.

Googlen Sie in sich hinein! Nehmen Sie sich etwas Zeit für Ihre innerliche Google-Recherche und tauchen Sie immer tiefer bei sich ein. Welche Bedürfnisse tauchen hinter der Ärgerkulisse auf, welche unerfüllten Wünsche? Schauen Sie genau hin, damit Sie feststellen können, womit Sie sich demnächst eine Freude machen können. Ehrlichkeit siegt!

Trennen Sie sich von dem Gedanken, jemand anderer könnte Wut und Ärger in Sie hinein schütten. Dieser Ärger ist irgendwann mal in Ihrem Leben entstanden, nur heute brauchen Sie ihn nicht mehr. Erfüllen Sie sich Ihre Bedürfnisse selbst und sagen Sie anderen, welche Gefühle ihr Verhalten bei Ihnen auslösen.

Betrachten Sie Ihre Reaktion bitte positiv! Es ist viel besser mit Gefühlen zu reagieren anstatt gleichgültig oder zurückgezogen zu sein. Diese Gefühle sind Ausdruck Ihrer Lebendigkeit und ein spannender Bestandteil Ihrer Persönlichkeit.

Lassen Sie Raum für Reaktionen und halten Sie sich mit schnellen Lösungen zurück. Sie werden die Erfahrung machen, dass diese ehrliche Selbstaussage gut ankommt, Verständnis findet und Ihnen sogar eine Menge Sympathie einbringt. Später können Sie immer noch einfließen lassen, welches Verhalten, welcher Umgang Ihnen gut tun würde.

Nur Mut, es lohnt sich immer, die eigene Wut-Suchmaschine anzuwerfen. Sie werden mit Erleichterung und harmonischen Beziehungen belohnt.

 

Super mutig, Mädels!

Nach langen Jahren intensiver Coachingarbeit wechselt die Eltern-Coaching-Gruppe in ein anderes Format: einmal im Monat werden sie sich gegenseitig kollegial coachen und damit überprüfen dürfen, was sie gelernt haben. Begleitend dazu findet einmal im Semester ein Samstag mit mir statt für die Themen, die sie sich weiterhin mit Begleitung wünschen. Super mutig Mädels!

Auf den Fuß getreten und daraus gelernt

Als Leiterin einer Gruppe bin ich Projektionsfläche für allerlei individuell Erlebtes. Und es freut mich sehr, dass ich wieder einmal die große Erfahrung machen durfte, wie sich eine Gruppe achtsam und wertschätzend mit dem Thema mancher Teilnehmer auseinandergesetzt hat, die sich auf den Fuß getreten fühlten. Es hat die Gruppe von innen heraus gestärkt und gefestigt. Hut ab, das ist eine großartige Halteenergie und Gruppenleistung! Das steht für die Qualität unserer Zusammenarbeit!

Vergangenheitsbewältigung

Als Team viel erlebt und wenig darüber gesprochen. Das erzeugt viele Missverständnisse, Verschiebungen von Verantwortlichkeiten und Misstrauen in den eigenen Reihen. Wie wohltuend ist es, Raum zu erhalten, darüber reden zu können, Gefühle noch mal zeigen zu dürfen, die anderen Teammitglieder mit ihren Erfahrungen zu hören. Vergangenheitsbewältigung ist die Basis für eine gute weitere Teamarbeit. Nur Mut!

Spruch des Monats eines Geschäftsführers im Coaching:

„Wir sind so sehr mit uns beschäftigt, wir brauchen keine Kunden.“
Welch wegweisende Erkenntnis für den gemeinsamen Arbeitsauftrag!