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Trau-Dich trifft auf Häschen

Inspirierendes

Trau-Dich trifft auf Häschen

„Viel Erfolg bei eurer Besprechung heute“, gibt Andreas P. seiner Frau Susanne am Morgen mit auf den Weg in die Firma. Im Meeting werden von einer Agentur verschiedene Firmenlogos vorgestellt. Ihr Chef hat schnell einen Favorit gefunden und die Kollegen stimmen diesem sofort zu. Susanne denkt: ‚Eigentlich passt dieser Entwurf gar nicht zu unserer Firma, aber kann ich das jetzt wirklich sagen?’ Würde ihr Chef ihr vielleicht eine Abfuhr erteilen – es wäre nicht das erste Mal. Wie wird sie sich fühlen, wenn sie abgelehnt wird? Und wie reagieren die Kollegen, wenn sie sich gegen das Team stellt? „Jetzt oder nie“, denkt Susanne und nimmt ihren ganzen Mut zusammen.

In das Schweigen hinein steht sie langsam auf. Einige Kollegen schauen irritiert. ‚Was soll das denn jetzt?’  sagen ihre Gesichter. Mit klarer, etwas nervöser Stimme sagt Susanne in den Raum: „Ich finde diesen Entwurf nicht passend, viel zu verspielt. Zu uns passt besser das seriöse, klare Logo der Nummer drei.“ Stille. Ihr Chef sieht sie an. „Danke für den Einwand, Frau P. Hm... verspielt ist wirklich nicht der Tenor, mit dem wir am Markt auftreten wollen“, sagt er nach kurzem Überlegen und zu Susannes Erleichterung. „Wie sehen das die anderen?“ Die Kollegen nicken weitgehend, eine kurze Diskussion entsteht. Später entscheidet sich der Chef für den Logoentwurf Nummer drei.

Erleichtert geht Susanne in ihr Büro. „Das Logo, das wir gewählt haben, ist prima. Gut dass Du aufgestanden bist“, sagt ihr Kollege, der sich zuvor für den anderen Entwurf entschieden hat. ‚Wir?’ denkt Susanne erstaunt. „Warum hast Du eben im Meeting nichts gesagt?“ Häschenhaft zuckt der Kollege mit den Schultern.

Diese Fünf Trau-Dichs öffnen Türen

Wer sich traut, die eigene Meinung zu äußern, bewegt etwas, verändert sich selbst und andere und kann „Häschen“ sogar mitreißen, auch mutig zu sein. So entstehen Dynamik im Team, im besten Fall ein reger fruchtbarer Austausch und gute Entscheidungen.

Es gibt keine perfekten Menschen, Beziehungen, Eltern, Chefs oder Arbeitsplätze. Für diese Erkenntnis brauchen Sie nicht 60 oder 70 Jahre alt zu werden. Nehmen Sie sie gleich heute mit in Ihr Leben auf und entspannen Sie sich bei den nächsten Sonnenstrahlen: Du bist genau so richtig, wie und wo und mit wem du bist! Und wenn du ausgeruht hast, kannst du dich ja neu entscheiden.

Lebendiges

Führungslos trotz Führungskraft

Was fiktiv in ein System aufgestellt wurde, um Aufstellungsarbeit kennen zu lernen, entwickelte sich als der ganz normale „Mitarbeiteralarm“, wenn Führung von Mitarbeitern nicht wahrgenommen wird. Dieses Thema wählte ich für die Filmaufnahmen zu meinem Imagefilm, weil ich häufig in meiner Arbeit als Coach oder Teamentwicklerin die Konsequenzen von mangelnder Klarheit bei den zu Führenden erlebe.

Sehr anschaulich wurde es, als auch noch die Eltern der Führungskraft ihre Meinung über das Verhalten ihres Sprösslings abgaben: Druck, Erwartungen von allen Seiten und ungeklärte eigene Motivation verhindern ein gutes Standing. So meckern die Mitarbeiter und der Chef und die Kunden … und irgendwo dazwischen soll man gute Entscheidungen treffen?!? Wer sich für diese Arbeit und Lösungsansätze interessiert, ist am Dienstag, den 29. April 2014, herzlich eingeladen, bei meinem Aufstellungsabend eine Kostprobe zu nehmen.

Führung auch ohne Leitung

Und was machen Mitarbeiter, wenn sie keine Leitung haben? Irgendwer übernimmt die Leitung, offiziell oder inoffiziell, bewusst oder unbewusst, weil wir Menschen uns gern orientieren möchten und in Systemen aufwachsen, der Familie, die hierarchisch aufgestellt sind.

Und dann kommt es darauf an: wie gut funktioniert die Führung, wer folgt und wer nicht? Ich begleite gern Teams in führungslosen Zeiten, um bewusst durch diese Phase zu gehen. Sie ermöglicht es, viele Erfahrungen mit Gleichgesinnten zu machen, die den gleichen, aber nicht denselben Weg gehen.