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Coaching im Filmformat

Inspirierendes

Was Frauen über sich denken ist eine anerzogene Lüge?

„Das ist doch typische Frauendenke!“, sagt ein Mann zu seiner Frau als er mal wieder entlarvt, dass das, was sie sagt das Gegenteil von dem ist, was sie wirklich will. Oder will sie beides? Oder das eine nur zu einer bestimmten Zeit und das andere dann in der restlichen Zeit? Und wann soll Mann wissen, was wann dran ist?

Wir Frauen wissen es oft selbst nicht, was wir wirklich wollen. Erhalten wir viel Freiheit, vermissen wir die Geborgenheit, dürfen wir im Beruf eine Menge arbeiten, fühlen wir den Verlust so wenig zuhause zu sein, werden wir umschwärm, fühlen wir uns schnell missverstanden, diskutieren wir rational ( schließlich sind wir gebildet und klug), vermissen wir die emotionale Zuwendung, die unser weibliches Ego so toll findet. „Links liegen lassen“ geht ja gar nicht, dann fühlen wir uns übersehen.

„Ich weiß ja wohl selbst, wie etwas geht!“ sagt Frau zu Mann und wünscht sich trotzdem aufmerksame, stille Begleitung und auf jeden Fall Support, wenn es schief geht.

Was lernen Frauen als Mädchen über sich selbst? Dass sie nicht so laut, nicht so schnell, und klug sein sollen. Verbote oder Vernachlässigung, Verachtung der weiblichen, kindlichen Bedürfnisse nach Schutz, gesehen werden und kreativer Entfaltung haben zur Folge, dass sich Mädchen ihren Reim auf das kommende erwachsene Leben machen mit Glaubenssätzen wie: Ich bin nicht anziehend genug, ich müsste mehr schaffen, ich müsste einfühlsamer sein, ich bin zu ….. Jede weiß, wie sie triggern, diese Sätze, die wie der verlängerte Arm von Mutti in unserem Ohr sitzen.

Und wenn es schon mit der Beziehung zur Mutter schwierig war, dann soll Papa wenigstens schauen. Tut er es, in kultivierter angemessenen Form, dann lernen wir, wie es geht mit den Männern, tut er es nicht, vermissen wir es ein Leben lang, tut er es unangemessen, sind wir wütend und traurig und vergessen über den Schmerz, was wir eigentlich wirklich wollten.

Bleibt die Frage: Stimmt es wirklich, was wir über uns denken oder war es nur der Output des Erziehungsrahmens von Eltern, die es nicht besser wussten? Lüge oder Wahrheit? Echt oder unecht? Bedürftig oder Entfaltungskraft? Oder einfach nur Entscheidungsunsicherheit?

Lebendiges

Ein Abend am See oder wie es zu unterwarteten Synergien kam

Aristoteles (384-322 v.Chr.) beschrieb Synergie folgendermaßen: „das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Jeder hat den Ausdruck schon mehrmals gehört, die Wirtschaft spricht davon, die Pharmakologie, natürlich die Chemie und aus dem Vokabular der Stadtplanung können wir uns „synergetische Effekte“ gar nicht mehr wegdenken. Wer von uns kennt den Ausdruck also nicht? Aber wer hat ihn schon erlebt? Ganz nah an sich selbst, sowohl physisch, als auch philosophisch? Ein einmaliges Erlebnis!


Was zuvor geschah: Drei Erwachsene, alle um die 50, mit beiden Beinen im Leben und ohne berufliche Überschneidungen fahren raus an einen See. Es ist schönes sonniges Wetter und wenig los, was an einen Mittwochnachmittag aber auch nicht verwundert. Sie haben sich als Team zusammengefunden und sich eine gemeinsame Aufgabe gestellt. Wie von fremder Hand geführt findet jeder seinen Platz: Die Kamera wird eingestellt, Markierungen am Boden werden platziert, das Spiel aus Licht und Schatten eingefangen. Texte und Körperhaltungen werden besprochen und Missionen versucht in Worte zu kleiden und auf den Weg zu bringen. Es ist fast einsam dort draußen. Einmal kommt eine Kindergruppe mit Betreuern vorbei und die Kinder stolpern fast, so sehr staunen sie über die aufgebauten Gerätschaften. Dann sind alle wieder weg und die lautesten Geräusche kommen von den Wasservögeln im breiten Schilfgürtel oder den Vögeln, die aus den Bäumen auf ihre ungewohnte Gesellschaft schauen. Es läuft dann alles wie von alleine, obwohl nichts groß abgesprochen wurde, die Natur befreit von Zeit und Zwängen und das Licht wird immer weicher. Die Konzentration beim gemeinsamen Projekt ist allgegenwärtig, aber keiner der drei ist angestrengt. Es geht über mehrere Stunden. Der wunderschöne Ort wird immer zauberhafter und das letzte Licht des Tages überzieht alles mit einem orange rosigen Hauch. Nach den letzten Aufnahmen, wird es nicht nur endgültig dunkel, sondern auch ganz profan alltäglich, denn Mücken schwirren in den Hemdkragen und die Mägen knurren.

Die Arbeit ist getan. Jeder ist erstaunt von dem guten Ergebnis. Man hätte es gar nicht so gut planen können. Der Zauber ist sogar eingefangen und transportiert. So eine Arbeit leistet man nicht jeden Tag. Es war ein Wagnis, aber keiner hatte Angst.

Teams Outdoor

Das fühlt sich schon anders an, wenn aus der Theorie „wir ziehen an einem Strang“ einem real die Hände vom Tauziehen schmerzen und das Lachen über die Situationskomik Verbindung zum Kollegen schafft. Sich draußen als Team zu erleben, macht einfach Spaß und bringt verborgene Kompetenzen zum Vorschein: Spontan entscheiden, welcher Weg ist der kürzere, solidarisch mitmachen, auch wenn man eine andere Meinung hat, darauf vertrauen, dass die Kollegin eine gute Führerin ist und sich darauf einlassen, dass Kennenlernen ganz einfach sein kann.

In der anderen Umgebung gehen alle anders miteinander um. Irgendwie „privater“. Da bilden sich Kleingruppen mit Teilnehmern, die im beruflichen Alltag wenig miteinander zu tun haben und Kollegen geben sich schon mal schnelle Kommandos, weil es die Aufgabe erfordert.

Zu Zweit eine Herausforderung zu meistern, die man vorher nicht kannte, bringt zwei Kollegen menschlich näher als es die tägliche gleiche Arbeit getan hätte.

„Und jetzt mit dem Chef“, ruft Jens Kramer aus dem Produktmanagement und die anderen stimmen mit ein. Sie wollen wissen, wie stark ihr Chef in Wirklichkeit ist und haben Spaß daran, sich mal auf ganz anderer Ebene zu messen. Die Kolleginnen überlassen zunächst den Kollegen das Feld. „Wouhhhh….“ Und der Chef kann echt kraftvoll ziehen, beinahe hätte er sogar gewonnen. Jetzt wollen auch die Damen zeigen, was sie drauf haben. Es wird ein Heidenspaß und viele Kombinationen werden ausprobiert. Wenn das nicht der Beweis für eine gelungene Teamveranstaltung ist, wo jeder flexibel seine Position freiwillig ändert und an jeder Stelle zeigt, wie wertvoll er fürs Team ist.